„Ausgefliefert“ Leiharbeitskräfte bei Amazon

Mittwoch vergangener Woche strahlte die ARD eine Dokumentation über die Arbeitsbedingungen in den Logistikzentren von Amazon aus.  Die Dokumentation mit dem Titel „Ausgeliefert“  (http://www.ardmediathek.de/das-erste/reportage-dokumentation/ausgeliefert-leiharbeiter-bei-amazon?documentId=13402260) zeigt die Situation von Leiharbeitern, die aus ganz Europa zu Weihnachten nach Deutschland gekarrt werden, um die Auftragswelle zu Weihnachten bewältigen zu können. Die LeiharbeiterInnen werden in Feriendörfern untergebracht, wobei sie unter ständiger Überwachung einer dubiosen Sicherheitsfirma standen. 

Die Gewerkschaft GPA-djp wiesen auf ihrer Homepage hin , dass aufgrund besserer gesetzlicher und kollektivvertraglicher Bestimmungen im Bereich der Arbeitskräfteüberlassung derartige Praktiken wie sie jetzt bei Amazon bekannt wurden, in Österreich kaum möglich wären und es sich zeigt, wie wichtig wirksame betriebsrätliche und gewerkschaftliche Strukturen für die Gestaltung von Arbeitsbeziehungen sind.

Im Zusammenhang mit den nach einer Fernsehdokumentation der ARD bekannt gewordenen katastrophalen Arbeitsbedingungen von Leiharbeitskräften bei der Firma Amazon in Deutschland verlangen die Produktionsgewerkschaft PRO-GE und die GPA-djp von der Leiharbeitsfirma Trenkwalder Aufklärung über die erhobenen Vorwürfe.

Die deutsche Gewerkschaft ver.di ruft nun zu einer Unterschriftenaktion auf, die die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Leiharbeitern fordert. Hier zur  Petition:   https://www.change.org/de/Petitionen/amazon-deutschland-verbessern-sie-die-arbeitsbedingungen-ihrer-leiharbeiter