Pflege-Sozialpartner: Bei der Pflegereform wurde auf Heimhilfen und Behindertenbegleitung vergessen!

Presseaussendung : Gewerkschaften GPA und vida und Sozialwirtschaft Österreich appellieren an Minister Rauch 

Wien (OTS) – Sowohl die Gewerkschaften GPA und vida als auch der Arbeitgeberverband Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ) begrüßen als Sozialpartner im privaten Pflegebereich grundsätzlich den geplanten Entgeltzuschuss für Pflegekräfte. Die Sozialpartner fordern aber, dass auch Heimhilfen und Beschäftigte in der Behindertenbegleitung vom Zuschuss profitieren. ++++

Eva Scherz, Kollektivvertragsverhandlerin der Gewerkschaft GPA, erklärt: „Nach den derzeitigen Plänen würde in manchen Einrichtungen die Hälfte der Belegschaft vom Zuschuss profitieren und ihre Kolleginnen und Kollegen, die mit ihnen arbeiten, nicht. Das führt zu Verwerfungen und ist schlicht ungerecht.“

Michaela Guglberger, Kollektivvertragsverhandlerin der Gewerkschaft vida, ergänzt: „Wir fordern Gesundheits- und Sozialminister Rauch auf, die Ungleichbehandlung im Bereich der Behindertenbegleitung und der Heimhilfen zu beenden und den Zuschuss an alle Beschäftigten in der Pflege auszuzahlen!“

Erich Fenninger, Vorsitzender der SWÖ, sagt: „Alle Beschäftigten im Pflegebereich leisten wertvolle Arbeit. Ohne Heimhilfen oder Behindertenbegleitung kann ein hohes Niveau nicht aufrechterhalten werden. Sie haben ohne Zweifel den Entgeltzuschuss ebenso verdient.“

Walter Marschitz, Geschäftsführer der Sozialwirtschaft Österreich, „Ich fände es bedauerlich, wenn die Akzeptanz dieser an sich richtigen Maßnahme dadurch geschmälert würde, dass wichtige Gruppen davon ausgenommen sind.“

Gemeinsam fordern die Sozialpartner den Minister auf, die Regelungen zum Entgeltzuschuss so zu überarbeiten, dass alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Pflegebereich profitieren.

Information Krisenstab 30.06.2022

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Vierte Impfung für Personen ab 12 Jahren freigegeben

Die Stadt Wien hat aufgrund der steigenden Infektionszahlen eine vierte Impfung als Auffrischungsimpfung für Personen ab 12 Jahren freigegeben. Daher können sich ab sofort alle Personen ab 12 Jahren, deren Grundimmunisierung (3. Impfung) bereits 6 Monate her ist, in allen städtischen Impfzentren eine Auffrischungsimpfung holen.

Wichtig: Nach einer überstandenen Infektion, starten die Fristen erneut – erfolgt also 3 Monate nach der 3. Impfung zB eine Corona-Infektion, sollte ab dem Ende der Erkrankung wieder 6 Monate zugewartet werden, ehe man sich eine 4. Auffrischungsimpfung holt.

Die Stadt Wien hat hier umfangreiche Informationen und eine sehr gute Erklärgrafik veröffentlicht.

Stark empfohlen wird die 3. Impfung allen Personen, deren zweite Impfung sechs Monate zurückliegt bzw. deren zwischenzeitliche Erkrankung nach einer zweiten Impfung sechs Monate zurückliegt.

Statusbericht der Organisation Jugend am Werk, 30. Juni 2022, 13 Uhr

STAND: Woche 26, 24.6.-30.6.2022

Wöchentlicher Statusbericht

der Organisation Jugend am Werk

Bestätigte Infektionen (74)
mit dem Corona-Virus bei Jugend am Werk:

Jugend am Werk Verein
(1 Infektionen)

Jugend am Werk Sozial:Raum GmbH
(55 Infektionen):

Jugend am Werk Bildungs:Raum GmbH
(18 Infektion)

STAND: seit 17.03.2020

Gesammelte Meldungen

Genesene Personen nach einer Infektion (2.311)
mit dem Corona-Virus bei Jugend am Werk seit März 2020:

Jugend am Werk Verein
(28 Infektionen)

Jugend am Werk Sozial:Raum GmbH
(1.274 Infektionen):

Jugend am Werk Bildungs:Raum GmbH
(1.009 Infektionen)

Danke für Ihre Arbeit und Ihren Einsatz!

Der Krisenstab von Jugend am Werk

Gewalt im Job

Im KOMPETENZ-online Magazin erschien unlängst der Artikel „Sicher ohne Gewalt im Job“. Interviewt wurde unter anderen Angelika Hlawaty, Betriebsratsvorsitzende der Sozial:Raum GmbH, zu der Situation bei JaW.

Wusstest du, dass als Gewalt nicht nur körperliche Angriffe, sondern auch verbale Attacken wie Beschimpfungen und Bedrohungen, oder auch sexuelle Übergriffe gelten?

Bei einer von der GPA in Auftrag gegebenen Studie kam heraus, dass verbale Übergriffe wie Herumschreien, Beleidigungen oder Drohungen die häufigste Form von Gewalt sind. 56 Prozent der Befragten mussten dies in den letzten zwei Jahren am Arbeitsplatz miterleben, 39 Prozent an der eigenen Person. Eine*r von zehn war außerdem von verbaler sexueller Belästigung betroffen.

Vermehrt spürbar sind gewaltvolle Übergriffe seit Pandemiebeginn. Menschen sind gestresst und angespannt. Laut der Studie vom IFES sind vor allem Bereiche mit Kund*innenkontakt, wie Pflegeberufe und der Handel, in größerem Ausmaß von Gewalt und Aggression betroffen.

Dort, wo Übergriffe stattfinden, sind es mehrheitlich Männer, die sie begehen: In erster Linie Kunden und Klienten, aber auch Kollegen und Vorgesetzte. Umgekehrt sind Frauen, und hier wiederum jüngere Frauen, öfter die Opfer von Gewalt.

 

Maßnahmen gegen Gewalt:

Arbeitgeber*innen müssen aufgrund ihrer Fürsorgepflicht, gegen Gewalt vorgehen. Hilfreich sind zum Beispiel Regeln zum Umgang miteinander oder Sicherheitsbesprechungen, aber auch Schulungsmaßnahmen, Konflikttrainings, Supervisionen und Coachings.

Barbara Teiber von der GPA fordert zudem dass die Arbeitsbedingungen nachhaltig verbessert werden. Dazu zählen Arbeitszeitqualität, höheren Gehälter und mehr Personal für die unterschiedlichen Bereiche. Wichtig ist zudem, dass betroffene Personen gewaltvolle Erfahrungen nicht einfach hinnehmen, sondern diese an ihre Arbeitgeber*inne oder den Betriebsrat melden. Nur dann können Strategien entwickelt werden um Gewalt in Zukunft zu vermeiden.

Hier geht es zum Ganzen Artikel.