Corona-Bonus für alle im Gesundheits- und Sozialbereich

Gestern fand eine Protestaktion der Gewerkschaften und Betriebsrät*innen statt. Mit der Aktion wurde auf die Ungleichheit bei der Auszahlung des Corona-Bonus aufmerksam gemacht. Die Forderung ist der Bonus für alle im Gesundheits- und Sozialbereich.

Die gestrige ZiB berichtete: https://tvthek.orf.at/profile/ZIB-1300/71280/ZIB-1300/14094812/Kein-Corona-Bonus-fuer-gewisse-Fachkraefte/14932658

Der folgende offener Brief wurde gestern vor dem Gesundheitsausschuss übergeben:

Sehr geehrtes Mitglied des Gesundheitsausschusses des Nationalrats!

Die Corona-Pandemie hat besonders den Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialbereich viel abverlangt. Unglaubliches wurde von den Kolleginnen und Kollegen geleistet. Nun hat die Bundesregierung angekündigt, diese Leistungen mit einem Corona-Bonus zu würdigen.

Der Ihnen im Ausschuss vorliegende Gesetzesentwurf sieht leider große Ungerechtigkeiten vor. Laut Entwurf soll nur einem Teil der Beschäftigten Wertschätzung und Anerkennung für Ihre Leistungen zukommen. So ist etwa die psychosoziale Betreuung, der Rettungs- und Krankentransport, der Behindertenbereich, viele Bereiche der Pflege, die Reinigung oder die Bewachung ausgenommen. Der Gesundheits- und Sozialbereich funktioniert aber nur als Einheit, die zusammenarbeitet. Auf jeder Pflegestation, in jedem Krankenhaus wird man Ihnen das bestätigen. Eine Ungleichbehandlung bei der Auszahlung des Bonus ist daher nicht zu rechtfertigen.

Die Gewerkschaften GPA, vida und younion fordern Sie daher im Namen der Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialbereich auf, den vorliegenden Entwurf dahingehend zu ändern, dass alle Kolleginnen und Kollegen vom Bonus profitieren.

Für entsprechende Gespräche stehen wir gerne zur Verfügung. Einen angepassten Antragstext haben wir vorbereitet.

Es liegt an Ihnen, für Gerechtigkeit zu sorgen.

Mit besten Grüßen Barbara Teiber, Vorsitzende GPA, Roman Hebenstreit, Vorsitzender vida, Christian Meidlinger, Vorsitzender der Gewerkschaft

Weitere Medienberichte: https://www.derstandard.at/story/2000127241618/warum-der-corona-bonus-der-regierung-fuer-protest-sorgt

https://kurier.at/politik/inland/corona-bonus-gewerkschaft-ortet-ungerechtigkeit/401405949

Die SPÖ brachte einen Entschließungsantrag betreffend “ „Corona-Bonus für die nicht sichtbaren HeldInnen“ im Gesundheitsauschuss ein, wurde aber mehrheitlich vertagt. Apa_Nachricht dazu: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210608_OTS0209/gesundheitsausschuss-beschliesst-corona-bonus-fuer-gesundheitsberufe-in-der-hoehe-von-500

 

Corona-Prämie auf weitere Berufsgruppen ausdehnen

500 Euro für Gesundheits- und Pflegeberufe sind ein guter erster Schritt, dürfen aber nicht der letzte gewesen sein.

Gewerkschaften zur Corona-Prämie: Viele haben sie verdient, wenige sollen sie bekommen. Vier Gewerkschaften fordern die Ausweitung der Prämie für andere systemrelevante Berufe. Hier die Presseaussendung im Wortlaut:

Gewerkschaften üben harte Kritik: „Wen wollen Sie ausschließen, Herr Kanzler?“

Wien (OTS) – „Wir haben für die Corona-Prämie hart gekämpft. Dass einzelne Berufsgruppen der Gesundheitsberufe ihre 500 Euro jetzt endlich bekommen sollen, ist ein großer Erfolg. Aber viel mehr ArbeitnehmerInnen haben sich diese Anerkennung verdient, die Regierung darf diese hervorragenden Leistungen nicht einfach ignorieren“, forderten heute, Dienstag, die Gewerkschaften younion, vida, GPA und GÖD im Namen ihrer Mitglieder.

„Die Willkür bei der Auszahlung der Corona-Prämie ist Atmen beraubend. Auf einer Spitalsstation sind die 500 Euro genehmigt, die KollegInnen nebenan sollen leer ausgehen. Das werden wir nicht hinnehmen. Spitäler und Pflegeeinrichtungen sind eine Einheit, sämtliche Beschäftigten haben zur Bewältigung der Pandemie beigetragen und haben sich Anerkennung verdient“, stellte Edgar Martin, Vorsitzender der Hauptgruppe II – Wiener Gesundheitsverbund in der younion _ Die Daseinsgewerkschaft klar.

„Wer alte Menschen pflegt und betreut, soll 500 Euro bekommen. Wer sich um Behinderte kümmert, nicht. Das ist absolut nicht nachvollziehbar“, sagt Mario Ferrari, Geschäftsführer der GPA Wien: „Viele Berufsgruppen, etwa auch die Wohnungslosenhilfe oder die Sucht- und Drogenberatung leisten seit Pandemiebeginn Unglaubliches. Jetzt den Gesundheits- und Sozialbereich zu spalten ist unredlich.“

Ferrari führt aus: „Der Finanzminister soll ausreichend Geld zur Verfügung stellen, um allen Heldinnen und Helden der Krise Wertschätzung zu zeigen. In den allermeisten Fällen fließt das Geld über Konsum sofort in den Wirtschaftskreislauf zurück und fördert den heimischen Handel. Diese Maßnahme wäre also nicht nur gerecht, sondern kurbelt außerdem die heimische Wirtschaft an.“

„Gerade auch die Kolleginnen und Kollegen bei den Rettungs- und Krankentransporten haben ihr Leben bei der Pandemiebekämpfung riskiert. Sie waren in jedem Spital, in jeder Pflegeeinrichtung und auch oft in den Wohnungen von Infizierten“, betont Sylvia Gassner, Vorsitzende des Fachbereichs Soziale Dienste der Gewerkschaft vida und Betriebsrätin beim Roten Kreuz.

Mit wenig Verständnis reagiert auch Gerald Mjka, Betriebsrat im Krankenhaus Göttlicher Heiland Wien und stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft vida, auf den Gesetzesvorschlag. „So wie sich der Gesetzesvorschlag liest, schaut es so aus, als hätte die Regierung nicht nur auf einzelne Berufsgruppen vergessen, sondern auf ganze Bereiche“, sagt der Gewerkschafter. Es würde zum Beispiel nicht nur Reinigungspersonal nicht berücksichtigt werden, sondern in privaten Krankenanstalten auch Pflegekräfte, die direkt am Patienten arbeiten. „Wir lassen uns aber nicht auseinanderdividieren. Alle Beschäftigten in Gesundheitseinrichtungen haben ihren Beitrag geleistet und sich daher den Bonus verdient“, schließt Mjka.

Reinhard Waldhör von der GÖD-Gesundheitsgewerkschaft: „Zu Beginn der Krise 2020 war kaum effektive Schutzausrüstung vorhanden. Die Kolleginnen und Kollegen aller Professionen haben waren sich ihrer ethischen Verantwortung bewusst und haben trotz des großen Infektionsrisikos ihre Aufgaben in allen Bereichen bestmöglich erfüllt. Und das waren nicht nur die unmittelbar medizinisch-, pflegerischen. Mund-Nasenschutz auch Stoff wurde genäht – heute 15 Monate später unvorstellbar, Desinfektionsmittel wurden selbst hergestellt.“

Innerhalb von wenigen Tagen haben die Teams der Technik ganze Eingangsbereiche von Krankenhäusern zu Sicherheitsschleusen umgebaut, es wurden Zugangskontrollen auf die Beine gestellt, die Labors fahren bis heute Sonderschichten, um die vielen Tests abarbeiten zu können. Waldhör: „Die Kolleginnen und Kollegen aus dem Verwaltungsbereich arbeiten bis jetzt ebenso in Hochrisikobereichen, nicht wenige haben sich im Dienst mit Covid19 infiziert und sind schwer erkrankt. Warum ausgerechnet diese Berufsgruppen vom Bonus ausgeschlossen werden sollen, erschließt sich uns nicht! Wir fordern eine faire Verteilung des Covid19-Bonus an alle, den auch zum Gelingen braucht es alle!“

Information Krisenstab 31.05.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Erstmals seit Ende Juni 2020 gibt es derzeit keine aktiv erkrankten Personen bei Jugend am Werk.
Als Krisenstab freut uns diese Nachricht sehr und wir bedanken uns bei allen Kollegen/innen sowie den Menschen, die unsere Dienstleistungen nutzen, für die Beachtung und Einhaltung der Schutzmaßnahmen.

Befreiung von Tests auch für Bewohner/innen bzw. Teilnehmer/innen der Jugend am Werk Sozial:Raum GmbH

Für Bewohner/innen bzw. Teilnehmer/innen der Jugend am Werk Sozial:Raum GmbH gab es schon bisher keine Testpflicht, aber die klare Empfehlung, sich einmal pro Woche testen zu lassen. Als Krisenstab empfehlen wir weiterhin die wöchentliche Testung, selbstverständlich gilt aber auch für Bewohner/innen und Teilnehmer/innen dass sie mit folgenden Nachweisen (die für die jeweilige Geltungsdauer bereit zu halten sind) eine „geringe epidemiologische Gefahr“ belegen können (und ihr Status damit einem negativen Testergebnis gleichzustellen ist)

1.    eine ärztliche Bestätigung über eine in den letzten sechs Monaten überstandene Infektion mit SARS-CoV-2, die molekularbiologisch bestätigt wurde,

2.    einen Nachweis über eine mit einem zentral zugelassenen Impfstoff gegen COVID-19 erfolgte

a)    Erstimpfung ab dem 22. Tag nach der Erstimpfung, wobei diese nicht länger als drei Monate zurückliegen darf, oder

b)    Zweitimpfung, wobei die Erstimpfung nicht länger als neun Monate zurückliegen darf, oder

c)    Impfung ab dem 22. Tag nach der Impfung bei Impfstoffen, bei denen nur eine Impfung vorgesehen ist, wobei diese nicht länger als neun Monate zurückliegen darf, oder

d)    Impfung, sofern mindestens 21 Tage vor der Impfung ein positiver molekularbiologischer Test auf SARS-CoV-2 bzw. vor der Impfung ein Nachweis über neutralisierende Antikörper vorlag, wobei die Impfung nicht länger als neun Monate zurückliegen darf,

3.    einen Nachweis nach § 4 Abs. 18 EpiG oder einen Absonderungsbescheid, wenn dieser für eine in den letzten sechs Monaten vor der vorgesehenen Testung nachweislich mit SARS-CoV-2 erkrankte Person ausgestellt wurde,

4.    einen Nachweis über neutralisierende Antikörper, der nicht älter als drei Monate sein darf.

Ende der FFP2-Maskenpflicht für Bewohner/innen im Vollbetreuten Wohnen

Im Vollbetreuten Wohnen wird für Bewohner/innen ab sofort die FFP2-Maskenpflicht im vollbetreuten Wohnbereich beendet. Auch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist nicht vorgeschrieben.

Ausgenommen sind Menschen mit eingeschränkter Immunabwehr und schweren chronischen Erkrankungen, die einen besonderen Schutz vor Infektionen erfordern.

Mitarbeiter/innen, Besucher/innen und externe Dienstleister/innen sind aber weiterhin verpflichtet, in den Räumlichkeiten der vollbetreuten Wohneinrichtungen eine FFP2-Maske zu tragen.

Im Teilbetreuten Wohnen bleibt die Maskenpflicht wie bisher aufrecht.

Statusbericht der Organisation Jugend am Werk, 31. Mai 2021, 14 Uhr

Bestätigte Infektionen (0) mit dem Corona-Virus bei Jugend am Werk:

Jugend am Werk Sozial:Raum GmbH (0 Infektionen):

Jugend am Werk Bildungs:Raum GmbH (0 Infektionen):

Aktueller Impfstatus in der Organisation Jugend am Werk, 31. Mai 2021, 17 Uhr

Durchgeführte Impfungen (erste Impfung) bei Jugend am Werk-Impfstraßen in Wien und Niederösterreich: 2.115 Personen

Durchgeführte Impfungen (zweite Impfung) bei Jugend am Werk-Impfstraßen in Wien und Niederösterreich: 2.022 Personen

Durchgeführte Impfungen (erste Impfung) bei Impfstraßen anderer Trägerorganisationen in Wien: 381 Personen

Durchgeführte Impfungen (zweite Impfung) bei Impfstraßen anderer Trägerorganisationen in Wien: 381 Personen

Gemeinsam gegen Corona!


DANKE für Ihre Arbeit und Ihren Einsatz!

Der Krisenstab von Jugend am Werk